Boomendes Konzept Carsharing – schnelles Geld für jedermann?

Das eigene Auto vermieten

Privates Carsharing boomt derzeit in Deutschland. Vor allem in Großstädten wie Berlin oder München wird dieser Trend immer beliebter. In Kleinstädten ist diese Art des Autoverleihs leider noch nicht so ganz angekommen. Das eigene Auto vermieten und damit sogar Geld verdienen – das klingt nach einem Wunschtraum und nach leicht verdientem Geld. Die Fahrzeughaltung kostet auch nicht gerade wenig Geld und nicht jeder benötigt sein Auto 24 Stunden täglich. Die meisten Autos stehen unter Tags doch einige Stunden unbenutzt auf dem Parkplatz oder in der Garage.
Viele Autobesitzer überlegen sich deshalb, ihr eigenes Auto privat zu vermieten, wenn sie es gerade nicht selbst fahren und es beispielsweise nur in der Garage steht. Für diejenigen, die selbst kein Auto besitzen, ist Carsharing die perfekte und vor allem kostengünstige Alternative zum eigenen Fahrzeug. Auch für sogenannte Gelegenheitsfahrer ist Carsharing eine günstige Option.

Ich möchte mein Auto privat vermieten: Was muss ich beachten?

Der Fahrzeugbesitzer muss auf jeden Fall seit mindestens 3 Jahren eine gültige Fahrerlaubnis besitzen und zwischen 23 und 69 Jahre alt sein. Außerdem wird ein ständiger Wohnsitz in Deutschland verlangt. Sie sollten außerdem eine Vollkaskoversicherung für Ihr Fahrzeug abschließen, um beispielsweise auch selbst verschuldete Schäden abzusichern.
Einkünfte jeglicher Art, auch diese Einnahmen beim privaten Carsharing, müssen natürlich immer dem zuständigen Finanzamt gemeldet werden. Es sollte auch vorab abgeklärt werden, ob dies noch zu einer privaten Betätigung gehört oder ob es sich schon um ein gewerbliches Einkommen handelt. Falls Sie sich erst hinterher darum kümmern, kann es sein, dass Sie ein saftiges Bußgeld bezahlen müssen. Ebenso empfehlenswert ist es jedoch auf jeden Fall, wenn Sie Ihrer Kfz-Versicherung melden, dass Sie Ihr Fahrzeug für das private Carsharing anbieten.
Sie sollten außerdem Ihr Fahrzeug nur über eine Carsharing-Plattform wie beispielsweise Turo, Drivy oder Snappcar zur Vermietung anbieten. Hier sind Sie bestens beraten und können sich im Schadensfall vertrauensvoll an die Plattform wenden. Für die Vermittlung fällt jeweils nur eine kleine Provision des Mietpreises an. Hierfür sind aber dann auch beide Parteien auf der sicheren Seite. Außerdem sind die Fahrzeuge hier dann auch schon dementsprechend mit der passenden Versicherung ausgestattet. Bei eigenverschuldeten Schäden am Fahrzeug ist der Mieter jeweils selbst verantwortlich.
Für sämtliche erforderlichen Dokumente oder auch beispielsweise für die Umweltplakette, die Hauptuntersuchung sowie die Abgasuntersuchung, ist selbstverständlich der Halter des Fahrzeugs ebenfalls selbst verantwortlich.

Darf jeder sein eigenes Auto vermieten?

Wenn all die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind, darf jeder sein privates Fahrzeug für Carsharing zur Verfügung stellen. Das vermietete Fahrzeug sollte außerdem immer zu den Wartungsterminen zum Service in die Werkstatt gebracht werden, damit hier eine gewisse Sicherheit gewährleistet werden kann. Natürlich muss auch die eigene Kfz-Versicherung dem Carsharing zustimmen, ansonsten könnte es bei Schadensfällen zu größeren Problem kommen, wenn das Fahrzeug nur zur privaten Nutzung versichert ist.

Was ist privates Carsharing?

Das Wort Carsharing kommt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich so viel wie „Auto teilen“. Beim Privaten Carsharing vermietet man das eigene private Fahrzeug gegen ein vorher vereinbartes Entgelt an einen Fremden. Da ein eigenes Auto einiges an Kosten verschlingt, kann hier Carsharing eine interessante Option sein, um einige der Fixkosten für das Fahrzeug zu decken. Wer sein Auto nicht den ganzen Tag benötigt, kann hier beispielsweise sein Fahrzeug den restlichen Tag an einen Gelegenheitsfahrer vermieten.
Viele Menschen ohne eigenes Auto brauchen beispielsweise ein Fahrzeug für einen Umzug oder für einen größeren Einkauf. Das Private Carsharing hat den Vorteil, dass hier weitaus geringere Kosten anfallen, als wenn man einen Mietwagen in Anspruch nimmt. Meist ist es hier auch gar nicht möglich, das Fahrzeug zum Beispiel nur eine Stunde zu mieten. Beim Carsharing kann jede gewünschte Zeit vereinbart werden, alles ist machbar und kann nach Wunsch mit dem Besitzer des Fahrzeugs abgesprochen werden.

Wo kann ich mein eigenes Auto vermieten?

Hier recherchieren Sie am besten bei Google, indem Sie beispielsweise nach Carsharing Deutschland, Carsharing Berlin, Carsharing Köln oder Carsharing Privat googlen. Bereits 1988 wurde in Deutschland die erste Carsharing-Station in Berlin errichtet. Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 150 Anbieter von Carsharing und diese Art des Autoverleihs wird zunehmend beliebter und bekannter.

Welche Anbieter gibt es? Welche sind die besten?

Es gibt sehr viele verschiedene Anbieter für Carsharing, wenn sich nicht sogar massenweise auf dem großen Marktplatz im World Wide Web tummeln. Am beliebtesten sind jedoch beispielsweise Turo, Drivy oder auch Snappcar. Der Interessierte findet hier eine riesige Auswahl an Fahrzeugen – vom einfachen Kleinwagen bis hin zum großen Transporter für Umzüge o.ä. Unter mehreren Tausend Autos kann man sich hier das gewünschte Fahrzeug aussuchen. Hier findet man für jeden Anlass das passende Fahrzeug und den passenden Fahrzeugtypen.

Selbst für Hochzeiten kann man ganz besondere Fahrzeuge finden und mieten. Mancher Anbieter schenkt hier sogar einen Gutschein für die Anmietung eines Autos zur Hochzeit. Oder wenn Sie beispielsweise mal an einem Sommertag die frische Brise in einem offenen Cabrio genießen möchten. Vielleicht möchten Sie auch einfach mal nur mit einem Sportwagen mit dementsprechend vielen PS über die Autobahn brausen. Beim Carsharing ist alles möglich.

Die Haftpflichtversicherung für das Fahrzeug sowie meist auch ein Pannendienst, sind bei den Mietpreisen mit inbegriffen. Es gibt die Möglichkeit, sich mit dem Fahrzeugbesitzer zum Schlüsselaustausch zu treffen, manche Anbieter liefern das gewünschte Auto auch zum Wunschtermin an den Wunschort.

Wieviel kann ich verdienen?

Der Eintrag für die Autovermietung auf den Carsharing-Plattformen ist meistens kostenfrei. Den gewünschten Tagespreis für das eigene Auto kann man selbst auswählen, hier kann man sich jedoch auf der Plattform an den anderen Fahrzeuganbietern orientieren. Einen kleinen Renault Clio gibt es teilweise schon für einen Tagespreis um die 20 Euro, den Porsche Boxter kann man auch für 100 Euro pro Tag verleihen und für ganz besonders außergewöhnliche Autos kann man natürlich auch schon mal mehr verlangen.

Es ist also jedem Vermieter selbst überlassen, wie hoch er den Preis für die Vermietung seines Fahrzeugs ansetzen möchte. Man sollte sich hier jedoch schon etwas an den anderen Anbietern orientieren, falls man nämlich den Preis zu hoch ansetzt, stehen die Chancen für die Vermietung des eigenen Fahrzeugs natürlich sehr schlecht. Als besonderen Service können beispielsweise auch Kindersitze angeboten werden, das wird von den Mietern sehr häufig angefragt.

Fazit

Millionär werden Sie mit Carsharing und dem Vermieten ihres eigenen Fahrzeuges höchstwahrscheinlich nicht. Hierfür müssten Sie sich einen ganzen Fuhrpark zulegen und diesen regelmäßig vermieten. Aber Sie werden durch Carsharing definitiv ihre laufenden Fahrzeugkosten, wie die Versicherungs- und Kraftstoffkosten, decken können und können sich dann durchaus noch über einen netten kleinen Nebenverdienst freuen. Auch in Anbetracht der steigenden Kraftstoffkosten ist Carsharing eine sehr gute Möglichkeit, die Kosten hierfür zu decken. Gleichzeitig tun Sie auch der Natur noch etwas Gutes, da aus ökologischer Sicht durch die Nutzung des Autos durch mehrere Personen, auch jede Menge Schadstoffe eingespart werden.

Für Gelegenheitsfahrer, die nicht täglich ein Auto benötigen, ist Carsharing die optimale Möglichkeit und noch dazu die kostengünstigste. Wenn Sie dann Carsharing betreiben, haben Sie jährlich weniger Kosten als wenn Sie ein eigenes Auto finanzieren und unterhalten. Es kommt außerdem noch der nicht zu unterschätzende Vorteil hinzu, dass ein Leihwagen nicht in die Werkstatt muss und man sich hierfür selbst um nichts kümmern muss. Das überlässt man dann dem Fahrzeugbesitzer.

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